Termine

31. März 2020: Wir haben es geschafft! Passagierfloßfahrten auf Isar und Loisach vom Oberland nach München sind Immaterielles Kulturerbe!

Am 31. März 2020 entschied der Bayerische Ministerrat die „Passagierfloßfahrten auf Isar und Loisach vom Oberland nach München“ ab sofort in das Bayerische Landesverzeichnis einzutragen.

Passagierfloß-Gesellschaft auf der Isar, bei Kloster Schäftlarn 1919, Fotografie, Histocard, Archiv Flößer-Kulturverein München Thalkirchen e.V.

Grundlage für diese Entscheidung waren die umfangreich ausgearbeiteten Bewerbungsunterlagen des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V., welche in Kooperation mit den amtierenden Floßmeistern auf Isar und Loisach zusammengestellt wurden und durch ein nach dem UNESCO-Übereinkommen unabhängigen Expertengremium eingehend geprüft wurden.

Seit dem Mittelalter ist im südbayerischen Oberland ein regelmäßiger Transport von Personen über Wasserwege auf Flößen nachzuweisen. Sie stehen sowohl in einer Handwerkertraditon als auch im Kontext historischer Formen der Mobilität. In dieser jahrhundertealten Tradition wurzeln die heutigen Passagierfloßfahrten auf Isar und Loisach.

Am 2. April 2020 bedankte sich Herr Staatsminister Albrecht Füracker mit einem Anerkennungsschreiben bei allen Beteiligten für das großartige Engagement.

Bereits seit 2017 bemühte sich der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. die erforderlichen Unterlagen für den anspruchsvollen Bewerbungsantrag beizubringen, Begründungen darzulegen sowie passendes Foto- und Filmmaterial zusammenzustellen.

In Kooperation mit den Floßmeistern Michael Angermeier, Franz Seitner, Monika Seitner und Josef Seitner wurde als Ansprechpartnerin die damalige Vorsitzende Helga Lauterbach ernannt.

Dem Arbeitskreis Immaterielles Kulturerbe gehören des Weiteren die Mitglieder des Flößer-Kulturvereins Barbara Fochler, Martin Fochler, Johann Baier, Dr. Klaus Wagner an sowie seit 2019 Michael Schönwälder und Inge Weber-Stumpf.

Die erforderlichen Fachgutachten zum Bewerbungsantrag erstellten Herr Dr. Michael Stephan, Leiter des Münchner Stadtarchivs und Frau Dr. Monika Kania-Schütz, Leiterin des Freileichtmuseums Glentleiten.

Außerdem stand mit großer Fachkenntnis Herr Dr. Helmut Groschwitz, Beratungsstelle bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur Seite.

Die Aufnahme der „Passagierfloßfahrten auf Isar und Loisach vom Oberland nach München“ in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ist auch ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für den persönlichen Einsatz im Zusammenhang mit dem Erhalt und der Weitergabe von Traditionen.

Die feierliche Übergabe der Anerkennungsurkunde an den Flößerkulturverein München-Thalkirchen e.V. und die Floßmeister von Isar und Loisach kann aufgrund der Corona-Krise erst im Herbst 2020 stattfinden.

 

 

 

 

28. März 2020, 15 Uhr: Segnung des Marterls am Marienklausensteg. ! Der Termin wurde aufgrund der aktuellen Entwicklungen den Coronavirus betreffend verschoben!

Liebe Mitglieder,

die Vorsorge gegen das Coronavirus hat auch uns erreicht.

Aufgrund einer Dienstanweisung der Kreiswasserwacht steht die Lokalität an der Marienklausenbrücke nicht mehr zur Verfügung!

Auch aus eigener Verantwortung hat sich die Vorstandschaft dazu entschlossen, die Einweihung des Marterls an der Marienklause im geplanten Rahmen auf einen späteren Termin zu verschieben.

Wir werden Sie über den Ersatztermin rechtzeitig informieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Vorstandschaft

Klaus Menk

Die Wiederherstellung der unleserlich gewordenen Gedenktafel des am 22. März 1906 tödlich verunglückten Wasseraufsehers Johann Anzer betrachtet der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. als seine Aufgabe, die sich nicht nur aufgrund der Vereinssatzung ergibt.

Das Bild zeigt das Marterl in noch verwittertem Zustand. Foto: Peter Ödinger

Unter Beratung des Vorstands durch Andreas Binder, Vereinsmitglied und Leiter des Tölzer Brau- & Volkskunsthauses, übernahm die fachgerechte Restaurierung der Gedenktafel sein Vater, der Steinmetz, Steinbildhauer und Steinrestaurator Willi Binder aus Bad Tölz.

Die abmontierte verwitterte Kupfertafel wurde von den restlichen Farbresten befreit, die Oberfläche neutralisiert und eine Grundierung aufgetragen. Im Anschluss wurde die Tafel im selben silberfarbenen Farbton gestrichen wie aus den Farbfragmenten zu erkennen war. Die Schriftart in Faktur hat er nach den erkennbaren Schriftresten wieder neu gefasst.

Willi Binder hat die Restaurierung gerne für den Flößer-Kulturverein vorgenommen und hat das Material und seine Arbeitsleistung dankenswerterweise gestiftet.

Nach Klärung in den zuständigen städtischen Gremien brachte der Kulturausschuss des Bezirks 18 Harlaching für den Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. den Antrag auf Erneuerung des Marterls an der Marienklausenbrücke erfolgreich beim Stadtrat ein.

 

Da von der Isar an dieser Stelle noch immer große Gefahr ausgeht, wird mit der Segnung der Gedenktafel am 28. März 2020, um 15 Uhr, von Pfarradministrator Anton Hagl vom Pfarrverband Harlaching, gleichzeitig den weiteren Ertrunkenen gedacht.  Auch Stadtpfarrer Michael Kiefer von der Wallfahrtskirche St. Maria Thalkirchen und Erzpriester Apostolos Malamoussis von der Griechisch-orthodoxen Metropolie werden bei der Segnung dabei sein.

 

Dank des freundlichen Entgegenkommens der Wasserwacht an der Marienklause  kann in deren Wachstation in kleinem Kreis die Segnungsfeier ausklingen.

 

Allen Interessierten ist die Segnung am Marterl zugänglich.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ihr Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V.

 

 

20. Februar 2020, 16 Uhr: Führung durch das Stadtarchiv München mit Dr. Michael Stephan, Leiter des Stadtarchivs München.

Exklusiv für die Mitglieder des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V. führt Dr. Michael Stephan, der das Stadtarchiv seit 2008, leitet und Ende April in Ruhestand geht, durch „sein“ Haus.

Das Stadtarchiv München gehört zu den großen Kommunalarchiven in Deutschland. Es ist heute eine Dienststelle des Direktoriums und gehört damit zum Aufgabenbereich des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München.

Hauptaufgabe des Stadtarchivs ist die Übernahme amtlicher Unterlagen aus der städtischen Verwaltung. Auch die Akten der nach München eingemeindeten Vororte befinden sich dort. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Sammlungen, z.B. die umfangreiche Foto- und Plakatsammlung; dazu gehören auch Nachlässe Münchner Persönlichkeiten oder die Bibliothek und die Sammlungen des Historischen Vereins von Oberbayern.

Die Weichen für die digitale Zukunft sind gestellt: das Basissystem für ein digitales Langzeitarchiv bei der Landeshauptstadt München ist bereits in Betrieb genommen und über die neue Datenbank ScopeQuery ist eine Online-Recherche in fast allen Beständen des Stadtarchivs möglich sowie ein direkter Zugriff auf ca. 30.000 Digitalisate.

Neue Aufgabenfelder waren das Projekt „Migration bewegt die Stadt“, das mittlerweile zur dauerhaften Linienaufgabe des Stadtarchivs geworden ist, oder im Bereich der städtischen Erinnerungskultur die neue „Koordinierungsstelle Erinnerungszeichen“, die sich mit großer Empathie um die Realisierung der vom Münchner Stadtrat favorisierten Tafeln bzw. Stelen zum Gedenken an die Opfer des NS-Regimes in München kümmert.

 

Die kostenfreie Teilnahme (maximal 20 Personen) ist nur mit Anmeldung möglich! kontakt@helga-lauterbach.de

Treffpunkt: Stadtarchiv München, Schwabing-West, Winzererstr. 68, (Treffpunkt Foyer)

 

Der Mitgliederstammtisch für alle findet diesmal im Anschluss nach der Exklusiv-Führung im Café Bellevue (gegenüber Stadtarchiv), Schleißheimer Str. 142a, statt.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Vorstandschaft

26. Januar 2020, 16 Uhr: Führung mit Archimandrit Georgios Siomos durch die griechisch-orthodoxe Allerheiligenkirche, Ungererstr. 131, München-Schwabing

Auf Schritt und Tritt begegnet man in Münchens Architekturlandschaft dem Land der Griechen.

Vor allem der Königsplatz vermittelt mit seinen Gebäuden Glyptothek, Antikensammlung und Propyläen die bayerisch-griechische Geschichte unter König Ludwig I. (reg. 1825-1848), dem bekennenden Philhellenen.

Etwa 25.000 Griechen sind heute in München beheimatet. Ihre Gottesdienste feiern die griechisch-orthodoxen Christen seit 1828 in der Salvatorkirche in der Innenstadt, die ihnen von König Ludwig überlassen wurde. 1980 stellte die katholische Kirchenvertretung zusätzlich die gegenüber dem Nordfriedhof gelegene, im Jahr 1929 erbaute Allerseelenkirche zur Verfügung.

Zeichnung: Robert Brannekämper

Da die dort abgehaltenen Gottesdienste großen Zulauf erfuhren, wurde der Plan zur Errichtung eines neuen griechisch-orthodoxen Gotteshaues mit Gemeindezentrum erwogen, um den vielen in München ansässigen Griechen gerecht zu werden.

Mit dem teilweisen Abriss der denkmalgeschützten Notkirche und der Planung des Neubaus, unter Berücksichtigung der Tradition des orthodoxen Kirchenbaus sowie der liturgischen Erfordernisse, wurde schließlich das Münchner Architekturbüro Brannekämper betraut. Im Oktober 1995 fand die feierliche Einweihung der neuen „Allerheiligenkirche“ statt.

 

In der Führung mit dem Pfarrer der griechisch-orthodoxen Gemeinde, Archimandrit Georgios Siomos, wird der Innenraum der Kirche mit apsidialem Chorbereich vorgestellt und die Bedeutung der in Thessaloniki geschnitzten Ikonastase mit traditionellen Bildprogramm erläutert.

 

Im Anschluss lädt Erzpriester Apostolos Malamoussis zu einem fortführenden Gespräch bei Kaffee und Kuchen in die Bibliothek ein.

 

Anmeldung bitte unter  kontakt@helga-lauterbach.de

Teilnahmegebühr für Vereinsmitglieder Euro 5,– und für Gäste Euro 8,–.

 

Überweisung bitte auf das Konto des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V., Stadtsparkasse München BIC: SSKMDEMM, IBAN: DE14701500001002995825

(Barzahlung vor Ort noch möglich.)

 

Auf unser erstes Treffen im neuen Jahr 2020 freut sich

Ihr Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V.

06. bis 28. Dezember 2019: Ausstellung „Winterzeit bei den Flößern“ in der Rathausgalerie München

Im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung Münchner Brauchtumsvereine von 06. bis 28. Dezember 2019, unter Federführung der Münchner Krippenfreunde e.V., ist auch der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. vertreten. Die Isarflößer gehören zu einem wichtigen Teil der Münchner Stadtgeschichte. Seit dem Mittelalter wird die Isar mit Flößen befahren und der Fluss als wichtige Handelsstraße genutzt. Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt war das alte Handwerk daher von größter Bedeutung.

Mit der „Eisfahrt“ wurde im November die reguläre Floßfahrt auf der Isar eingestellt. Mit welch lebensnotwendigen Arbeiten sich die Flößer in der kalten Jahreszeit befassen müssen, um für die nächste Saison Floßstämme und Floßausrüstung beisammen zu haben, wird auf der Ausstellungsfläche „Winterzeit bei den Flößern“ vermittelt.

Als Schutzpatron verehren die Floßleute Sankt Nikolaus, dessen Bildnis in ihren Zunftfahnen zu sehen ist. Im Rahmenprogramm gibt es deshalb auch Lesungen und Vorträge zu dem nicht nur bei den Flößern beliebten Heiligen.

Das komplette Programm ist zu finden unter https://www.weihnachtszeitinmuenchen.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

09. Oktober 2019, 18 Uhr, Ordentliche Mitgliederversammlung des Flößer-Kulturvereins München Thalkirchen e.V.

Am Mittwoch, den 09. Oktober findet um 18 Uhr die 7. ordentliche Mitgliederversammlung des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V.  in der Gaststätte Augustiner am Dom, 2. Stock,Frauenplatz 8, 80331 München statt.

Ab 17 Uhr gibt es ein Vorprogramm mit zwei Kurzfilmen:

  • Impressionen zum „Alten Südlichen Friedhof“ unseres Mitglieds Frau Renate Heimler
  • Dokumentarfilm des japanischen Staatsfernsehens, Bildungskanal, über München unter dem besonderen Blickwinkel der Isar-Flößerei.

14. September 2019, Exkursion nach Scharnitz.

Treffpunkt Scharnitz: 10 Uhr, vor dem Museum Holzerhütte, Hinterautalstraße 422 ( im Areal „Länd“)

 

                          Führung mit Franz Straubinger M.A.,

                          Projektleiter Wissen & Forschung, Naturpark Karwendel

 

In der historischen Holzarbeiter-Hütte verbirgt sich ein Museum, das sowohl die lokale Geschichte der Holznutzung als auch Geschichten über die Vielfalt des Waldes erzählt. Raum1 gibt einen Überblick wie das geschlagene Holz vom Berg ins Tal kam und welche Möglichkeiten sich zum Weitertransport ergaben.  Auf einer Plakatsäule werden die vom Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. zur Verfügung gestellten Bilder vom Transport der Baumstämme auf dem Floß, mit der Eisenbahn und mit Lkw-Transporter präsentiert.

Des Weiteren wird uns vorab schon das zum Museum Holzerhütte führende neue Informationszentrum Naturpark Karwendel vorgestellt, u.a. eine große Wandvertäfelung des gesamten Interreg-Projektgebietes „Wege des Holzes“ mit Postkartenwerbung für alle an der Aktion beteiligten Museen und Institutionen, wozu auch der Flößer-Kulturverein zählt. 

 

Die eigentliche feierliche Eröffnung ist am Vormittag des 12. Oktober 2019, zu der auch die Mitglieder des Flößer-Kulturvereins herzlich eingeladen sind. Ein Trifterfest am Nachmittag mit Programm schließt sich an.

 

Nach unserer Führung im Museum Holzerhütte steht um 11:30 Uhr ein Traktor mit Anhänger der alt eingesessenen Scharnitzer Familie Draxl vom Brunnerhof bereit. Auf der etwa 13 km langen Fahrt durchs Hinterautal können Sie sich mit Ihrer zuhause eingepackten Brotzeit stärken. Auf 1220 m Höhe ist das Gebiet der Isarquellen erreicht. Die Waldnutzungsrechte gehören zum Brunnerhof, weshalb Altbauer Josef Draxl mit vielen Helfern im Laufe der Jahre ein Erholungsgebiet für die Allgemeinheit schaffen konnte. Der schmale Weg zu den Quellen hat zwar keine Steigung, aber gutes Schuhwerk ist wegen der Wurzeln und Felsen erforderlich.

 

Im Anschluss bringt uns der Traktor auf dem Forstweg noch tiefer hinein ins Karwendelgebirge bis zur urigen Kastenalm. Ohne Stromversorgung gibt es hier nur kalte Speisen oder selbst gebackenen Kuchen für die einkehrenden Wanderer.

Spätestens um 16:00 Uhr ist Abfahrt von der Kastenalm zurück nach Scharnitz.

 

Teilnahmegebühr:  Für Mitglieder Euro 20,– / für Gäste Euro 25,– (darin enthalten Hin- und Rückfahrt mit Traktor).

Überweisung bitte auf das Vereinskonto unter Angabe „Isarquellen“.

 

Wichtig:Es haben nur 20 Personen im Traktoranhänger Platz, deshalb bei Interesse baldige Anmeldung vornehmen unter: info@floesser-kulturverein.de