Termine

12. Mai 2018, ab 09:30 Uhr, Kulturfloßfahrt „Zeitreise“ (mit Floßbetrieb Franz Seitner)

 

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V. richtet sich der Blick auf vergangene Zeiten als die Isar noch ein ungestümer Alpenfluss war, und wie sie durch menschliche Eingriffe im Laufe der Jahrhunderte als Wildwasser ihr Gesicht verlor.

Referent: Dipl. Ing. Franz Speer, 2. Vorsitzender der Notgemeinschaft „Rettet die Isar jetzt e.V.“

Zeichnung: Dombaumeister a.D., Robert Brannekämper,
Foto: Renate Heimler

Der einstige Wildflusscharakter der Isar lässt sich heute noch im Bereich der Pupplinger Au erahnen. Auf Kiesbänken gedeihen Alpenpflanzen, deren Samen von den Bergen herunter geschwemmt wurden. Ein kurzer Landgang im Landschaftsschutzgebiet bei der Schäftlarner Brücke führt zu Tamarisken im Kieselsteinbett.

Referentin: Dipl. Ing. Eva-Maria Schmidt-Speer, Landschaftsökologin

 

Mittenwald war ein wichtiger Umschlagplatz für die alte Fernhandelsroute von Venedig nach Augsburg. Ab 1407 wurden Waren aus dem Süden, z.B. Wein aus Oberitalien, von Mittenwald aus auch mit Flößen isarabwärts transportiert. Den Warentransport auf dem Floß nutzten auch die Mittenwalder Geigenbauer. Um 1685 hatte der Mittenwalder Mathias Klotz den Instrumentenbau in seine Heimat gebracht. Er gründete und etablierte durch seine Söhne und Schüler, die wiederum Lehrlinge ausbildeten, den Geigenbau in Mittenwald.

Referentin: Dr. Constanze Werner, Leiterin Mittenwalder Geigenbaumuseum

 

Auch eine musikalische “Zeitreise“ erwartet die Floßgesellschaft mit dem Trio „Peter Zoelch und Freunde“.

 

Beim Start um 9:30 Uhr an der Loisach-Lände in Wolfratshausen erhält jeder Teilnehmer seinen eigenen Erinnerungskrug für Bier und Getränke während der Fahrt. Ein kulinarisches Brotzeitbuffet sorgt für die Verpflegung am Vormittag.

Auf der Fahrt im Werkskanal ist um 12 Uhr das Mühltal erreicht. Dort  wird im  Gasthaus „Zur Mühle“ für die Kulturfloßfahrer eine Ostersuppe, nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert, mit Dinkellaiberl kredenzt.

Die Fahrt wird fortgesetzt um 13:30 Uhr über Europas längste Floßrutsche…

Nach Umfahrung des berüchtigten Georgensteins geht es flussabwärts weiter durch das Isartal in Richtung Grünwald. Beim Brückenwirt gibt es Kaffee und einen Amerikaner.

Die letzten Flusskilometer verlaufen weiter zwischen steilen Isar-Hochufern. Nach der Großhesseloher Brücke ist gegen 16 Uhr die Zentrallände in München-Thalkirchen erreicht.

 

Teilnahmegebühr: Mitglieder EUR 110,– / Nichtmitglieder EUR 130,–

 

Im Preis enthalten: Floßfahrt mit Besatzung, Erinnerungskrug, Brotzeitbuffet, Getränke auf dem Floß, Mittagessen Ostersuppe, Kaffee und Amerikaner, Vorträge und Musik.

 

Anmeldung erforderlich!

Überweisung der Teilnahmegebühr unter Kennwort „Floßfahrt“ bis spätestens 1. Mai 2018 auf das unten genannte Vereinskonto.

11. März 2018, 11:15 Uhr: Eröffnung der Foto-Ausstellung „Flößerei heute – Harte Arbeit für eine Spaßgesellschaft“. Ein Projekt des Foto-Clubs Fürstenried-Neuried e.V. mit Unterstützung des Flößer-Kulturvereins. Dauer der Ausstellung bis 22. April 2018

 

Der archaische Anblick eines Floßes auf Isar oder Loisach hat von jeher viele Künstler inspiriert. Waren es früher Skizzen, Stiche und Gemälde die in malerischer Landschaft ein Floß zeigten, boten sich mit Beginn der Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts neue Perspektiven. Fotokarten mit Floßmotiv erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden auf dem Postweg in alle Welt verschickt. Auch die Münchner Floßländen an der Ludwigsbrücke, am Westermühlbach und in Thalkirchen boten aufregende Motive, wovon die Fotosammlungen des Stadtmuseums und Stadtarchivs Zeugnis geben.

Bis in die frühen 1950er Jahre brachten die Flößer noch Holz nach München, doch waren sie bereits im Jahr 1910 mit 51 Passagierflößen unterwegs.

Verblieben ist bis heute die Passagierflößerei. Auch sie kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Schon im Jahr 1623 erließ Kurfürst Maximilian I. eine Verordnung für Ordinariflöße, die fahrplanmäßig Personen von München nach Wien beförderten.

In alter Technik erfolgt der Floßzusammenbau auch heutzutage. Die am Ruder stehenden Flößer tragen hohe Verantwortung, damit die muntere Floßgesellschaft auf der unberechenbaren 25 km langen Flussstrecke sicher in der Zentrallände in München ankommt.

Der Fotoclub Fürstenried-Neuried e.V. hat den Arbeitsablauf fotografiert und die Flößer auf ihrem Weg mit über 1.000 Bildern dokumentiert. Die ausgesuchten 30 schönsten Aufnahmen werden in der Ausstellung gezeigt.

Am 24. März bewertet eine neutrale Fach-Jury die Fotos und prämiert die drei besten.

Die Mitglieder der Jury: Edith von Welser-Ude, Fotografin, Renate Heimler, 2. Vorsitzende DV DIALOG – Audiovisuelle Kommunikation e.V., Stephan Paul Stuemer, Herausgeber ISARSICHT, Janek Stroisch, freier Fotojournalist.

 

Rahmenprogramm:

 

08. Februar 2018, 18:00 Uhr, Bayerisches Nationalmuseum: Führung: „Alles was hölzern ist“ mit Kurator Dr. Sybe Warterna

Stadtmodelle München aus dem Bayerischen Nationalmuseum und Münchner Stadtmuseum, Foto: Franz Schiermeier Verlag, München

Ein Holzhandwerker schuf um 1570 die Modelle der fünf altbayerischen Herzogstädte Straubing, München, Landshut, Ingolstadt und Burghausen. Herzog Albrecht V. zeigte sie in seiner Kunstkammer besonderen Gästen und konnte an den präzisen Abbildern seiner Städte deren Struktur erklären.

Heute gehören die Modelle zu den Kernbeständen des Bayerischen Nationalmuseums, wo Kurator Dr. Sybe Wartena die mittelalterliche Entwicklung Münchens entlang der Handelswege bei einer Führung für den Flößer-Kulturverein erläutert.
Die Infrastruktur der Flößerei und die Versorgung Münchens mit Holz sind am zweiten Modell im Nationalmuseum nachvollziehbar, dem zwischen 1849 und 1863 entstandenen, der boomenden Hauptstadt des jungen Königreichs.
Der direkte Vergleich beider Modelle macht die Erkundung der Stadt München in zwei wichtigen historischen Epochen zu einem aufschlussreichen und kurzweiligen Erlebnis.

Um Anmeldung unter info@floesser-kulturverein.de wird gebeten.
Die Teilnahmegebühr (Eintritt inkl. Referentenhonorar). beträgt für Mitglieder Euro 15,– und für Gäste Euro 18,–
Wir bitten um Überweisung auf das unten genannte Vereinskonto bis 5. Februar 2018.

Führungstermin: 8. Februar 2018 / 18 Uhr
Treffpunkt: Bayerisches Nationalmuseum, Prinzregentenstr. 3, in der Kassenhalle Dauer der Führung: 1 1⁄2 Stunden

Anschließend Ausklang der Abendführung im dortigen Café und Restaurant MUSEUM. – Plätze sind reserviert..

13.12.2017, 18:00 Uhr: Weihnachtsfeier des Flößer-Kulturvereins München Thalkirchen e.V.

 

Liebe Mitglieder,

der Vorstand lädt Sie herzlich zur diesjährigen Weihnachtsfeier des Flößer-Kulturvereins ein:

am Mittwoch, 13. Dezember 2017, Beginn 18:00 Uhr, im Gasthaus „Harlachinger Einkehr“,

Karolinger Allee 34, 81545 München

(erreichbar mit der Tram 15, 25 Haltestelle Tiroler Platz)

Wir beginnen den Abend mit einem Glühweinempfang. Das anschließende Abendessen wird von der „Haidhauser-Stub’n-Musi“ und von unserem Mitglied, Herrn Klaus Grobholz, der adventliche Geschichten vorliest, begleitet. Speisen und Getränke bestellen Sie bitte auf Ihre Rechnung à la carte. Im Kostenbeitrag von 15,00 EUR pro Teilnehmer sind die Kosten für den Glühweinempfang und die Musik enthalten.

 

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme unter Angabe der Personenzahl verbindlich an

bis spätestens: 4. 12. 2017 unter info@floesser-kulturverein.de

sowie unter Einzahlung des Kostenbeitrags von 15,00 EUR auf das Konto des Flößer-Kulturvereins. Die Anmeldung ist mit dem Eingang des Kostenbeitrags auf dem Vereinskonto wirksam. Auch Nichtmitglieder in Ihrer Begleitung sind herzlich willkommen.

Wir hoffen auf Ihre zahlreiche Teilnahme und freuen uns mit Ihnen auf einen unterhaltsamen Abend.

Ihr Vorstandsteam

19. November, 11 Uhr: Führung Franz Schiermeier: Von der Oberen Lände zum Alten Südfriedhof

Foto: Schiermeier Verlag, München

Rund um die Obere Floßländ entwickelte sich über die Jahrhunderte ein Gewerbegebiet. Hier lagen mehrere Mühlen wie die Westermühle und Zimmereien wie Reiffenstuel und Pössenbacher, in denen die angelieferten Holzstämmme der Flöße verarbeitet wurden.

Der Stadtspaziergang führt von der ehemaligen Oberen Floßländ in den Alten Südlichen Friedhof, zu Flößern, Zimmerern, Bau- und Braumeistern des. 19. Jahrhunderts.

 

Treffpunkt: Karl-Heinrichs-Ulrichs-Platz (Glockenbachviertel), Dauer ca. 2 Stunden

Teilnahmegebühr für Vereins-Mitglieder 5 Euro, für Nichtmitglieder 8 Euro.

Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Umtrunk im Paulaner Bräuhaus am Kapuziner Platz 8.

09. Oktober, 18:00 Uhr: Ordentliche Mitgliederversammlung, Gaststätte Augustiner am Dom, Frauenplatz 8 (1. Stock).

Vor Beginn der Versammlung haben Sie die Möglichkeit an einer einstündigen Führung zur Geschichte der Frauenkirche teilzunehmen mit Dombaumeister a.D. Robert Brannekämper und der Vorstandsvorsitzenden Helga Lauterbach, die als zertifizierter Guide auch Münchens wichtige Kirchen führt.

Der Treffpunkt ist um 16 Uhr vor der Gaststätte Augustiner am Dom.

Bei Interesse melden Sie sich bitte an unter: info@floesser-kulturverein.de oder Tel. 089/7235527.