Termine

28. Juli 2018: Eröffnung des Museums Holzerhütte in Scharnitz (Tirol)

Der Flößer-Kulturverein ist am Eröffnungstag durch Vorstandsmitglieder am allgemeinen Infostand vertreten. Wir würden uns freuen, Sie dort als Mitglied begrüßen zu dürfen. – Ihre Anreise müssten Sie bitte selbst organisieren.

Das Museum Holzerhütte entstand im Rahmen des interregionalen Projekts Österreich-Bayern unter der Bezeichnung „Wege des Holzes“. Auch der Flößer-Kulturverein ist eingebunden als mitarbeitende Institution.

14. Juni 2018: Exkursion zur Bayerischen Landesausstellung nach Ettal: „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“.

Treffpunkt: 11:15 Uhr, Kloster Ettal, Innenhof, Information im Klosterladen

Teilnahmegebühr: EUR 18,– (Führung Ausstellung und Basilika); Gäste EUR 20,–

Anmeldung erforderlich.

Überweisung der Gebühr bitte bis spätestens 12. Juni auf unser Vereinskonto.

 

Kloster Ettal, Foto: Helga Lauterbach

Im Südflügel der Klosteranlage Ettal spürt das Haus der Bayerischen Geschichte dem Mythos Bayern nach. Die Hauptrolle übernimmt dabei die Landschaft, die im Laufe der Jahrhunderte von Menschenhand auf vielfache Weise kultiviert wurde und heute in ihrer Form magnetisch Touristen aus aller Welt anzieht.

In der facettenreichen Ausstellung ist auch der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. als Leihgeber mit der Kreidezeichnung „Bauholz auf der Isar bei Lenggries“ von Richard Pietzsch vertreten, da auch das Handwerk der Holzer und Flößer sowie die Holztrift das Bild prägten.

Die Vorliebe der Wittelsbacher Landesherren für Jagd, Tracht und Volkskultur ließ ein verbindendes Identitätsgefühl erwachsen, wobei König Ludwig II. und seinen fantastischen Märchenbauten in der Ausstellung eine besondere Rolle zufällt.

Frei von Monarchie und Ständen rief am Ende des Ersten Weltkriegs 1918 Kurt Eisner den Freistaat Bayern aus. Die im bayerischen Wappen von zwei goldenen Löwen gehaltene Volkskrone löste als Zeichen der Volkssouveränität die Königskrone ab.

 

Der Flößer-Kulturverein wird von Julia Lippl als eine der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Landesausstellung begrüßt. Die anschließende Führung dauert 75 Minuten.

 

Um 13 Uhr haben wir für die Mittagspause einige Plätze im Café Edelweiß, Ettal, Kaiser-Ludwig-Platz 3, reserviert.

Um 15 Uhr beginnt die Kirchenführung in der weltberühmten Ettaler Basilika. Dauer 45 Minuten.

 

Anreise: Selbst mit Pkw oder Bahn.

Die Bahnfahrer treffen sich um 9 Uhr im Flügelbahnhof (Starnberger Bahnhof), Gleis 11

Vorstandsmitglied Gabi Kilian kauft vor Ort die Bayerntickets.

                                                                  Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Ihr Vorstands-Team

10. Juni 2018, 13:30 und 14:30 Uhr: Dokumentarfilm aus dem Jahr 1993 von Dr. Sybille Krafft über die Wasserprozession auf der unteren Isar in Plattling

Im Auftrag des Bayerischen Fernsehens drehte die Historikerin und Fernsehjournalistin Dr. Sybille Krafft anlässlich des 600-jährigen Todestages des Heiligen Johannes von Nepomuk den bislang einzigen Beitrag über die Wasserprozession. Sie begleitete die feierliche Einholung der Statue des Heiligen von der Kapelle in Plattling, die Prozession zur Isar und die feierliche Fahrt auf der Plätte. Unter den eigens angereisten Ehrengästen war Bürgermeister Josef Mischeck aus dem tschechischen Ort Nepomuk. Die Schirmherrschaft lag beim damaligen Kultusminister Dr. Hans Zehetmair. Mit einem spektakulären Feuerwerk, umrahmt von Wassermusik, endete das nächtliche Historienspiel, an dem nach Zeitungsberichten 8.000 Menschen teilnahmen.

 

Anlässlich des letzten Tages der Ausstellung „Nepomuk-Bräuche entlang Isar und Loisach“ des Flößer-Kulturvereins, – im Rahmen des Pfarrfestes von St. Maria Thalkirchen – ist die Vorführung des Filmbeitrags über die Wasserprozession in Plattling in Anwesenheit von Dr. Sybille Krafft eine besondere Freude. Wir laden Sie sehr herzlich ein! Der Eintritt ist frei.

 

                                  Film-Vorführung am Sonntag, 10. Juni 2018

                                                      13:30 Uhr und 14:30 Uhr

                   im Pfarrheim St. Maria Thalkirchen, München, Kirchweg 1

 

19. Mai 2018, 19:00 Uhr Kurzfilm von Sigi Menzel „Lichterglanz und Heiligenschein“ über die Wasserprozession von Wolfratshausen

Für die vielen Zuschauer ist es ein Spektakel, das im Rhythmus von drei Jahren wiederholt wird und in dieser Art einzigartig ist.

Die Tradition des Lichterfestes aber ist begründet in einem ernsten, religiösen Anliegen der Flößer. Schwer und gefährlich war das Floßhandwerk, den Unbilden des Wetters und der Gewalt des Wassers von Isar und Loisach ausgesetzt. Ein Heiliger sollte ihnen zur Seite stehen und sie vor Unfällen und Nöten schützen – der heilige Johannes von Nepomuk.

Der Film von Sigi Menzel verknüpft die Floßprozession auf der Loisach, die an der alten Floßlände in Wolfratshausen ihren Höhepunkt hat, mit der Entwicklung der Flößerei und der Geschichte des Johannes von Nepomuk.

 

Im Folgeprogramm:

Holzarbeit und Trift in den oberbayerischen Bergen

Filmische Impressionen mit musikalischer Untermalung

Halleranger – das grüne Juwel im Karwendel

Ein Film von Sigi Menzel

Der Film beinhaltet historisches über den Karwendel-Erschließer Hermann von Barth, zeigt den Isar-Ursprung am Halleranger, nimmt mit auf Wanderungen, zeigt Kletterei im Karwendel, zeichnet kleine Porträts von Menschen der Region.

Ort: Pfarrheim St. Maria Thalkirchen, Fraunbergsaal, Kirchweg 1, München

Eintritt frei!

12. Mai 2018, ab 09:30 Uhr, Kulturfloßfahrt „Zeitreise“ (mit Floßbetrieb Franz Seitner)

 

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V. richtet sich der Blick auf vergangene Zeiten als die Isar noch ein ungestümer Alpenfluss war, und wie sie durch menschliche Eingriffe im Laufe der Jahrhunderte als Wildwasser ihr Gesicht verlor.

Referent: Dipl. Ing. Franz Speer, 2. Vorsitzender der Notgemeinschaft „Rettet die Isar jetzt e.V.“

Zeichnung: Dombaumeister a.D., Robert Brannekämper,
Foto: Renate Heimler

Der einstige Wildflusscharakter der Isar lässt sich heute noch im Bereich der Pupplinger Au erahnen. Auf Kiesbänken gedeihen Alpenpflanzen, deren Samen von den Bergen herunter geschwemmt wurden. Ein kurzer Landgang im Landschaftsschutzgebiet bei der Schäftlarner Brücke führt zu Tamarisken im Kieselsteinbett.

Referentin: Dipl. Ing. Eva-Maria Schmidt-Speer, Landschaftsökologin

 

Mittenwald war ein wichtiger Umschlagplatz für die alte Fernhandelsroute von Venedig nach Augsburg. Ab 1407 wurden Waren aus dem Süden, z.B. Wein aus Oberitalien, von Mittenwald aus auch mit Flößen isarabwärts transportiert. Den Warentransport auf dem Floß nutzten auch die Mittenwalder Geigenbauer. Um 1685 hatte der Mittenwalder Mathias Klotz den Instrumentenbau in seine Heimat gebracht. Er gründete und etablierte durch seine Söhne und Schüler, die wiederum Lehrlinge ausbildeten, den Geigenbau in Mittenwald.

Referentin: Dr. Constanze Werner, Leiterin Mittenwalder Geigenbaumuseum

 

Auch eine musikalische “Zeitreise“ erwartet die Floßgesellschaft mit dem Trio „Peter Zoelch und Freunde“.

 

Beim Start um 9:30 Uhr an der Loisach-Lände in Wolfratshausen erhält jeder Teilnehmer seinen eigenen Erinnerungskrug für Bier und Getränke während der Fahrt. Ein kulinarisches Brotzeitbuffet sorgt für die Verpflegung am Vormittag.

Auf der Fahrt im Werkskanal ist um 12 Uhr das Mühltal erreicht. Dort  wird im  Gasthaus „Zur Mühle“ für die Kulturfloßfahrer eine Ostersuppe, nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert, mit Dinkellaiberl kredenzt.

Die Fahrt wird fortgesetzt um 13:30 Uhr über Europas längste Floßrutsche…

Nach Umfahrung des berüchtigten Georgensteins geht es flussabwärts weiter durch das Isartal in Richtung Grünwald. Beim Brückenwirt gibt es Kaffee und einen Amerikaner.

Die letzten Flusskilometer verlaufen weiter zwischen steilen Isar-Hochufern. Nach der Großhesseloher Brücke ist gegen 16 Uhr die Zentrallände in München-Thalkirchen erreicht.

 

Teilnahmegebühr: Mitglieder EUR 110,– / Nichtmitglieder EUR 130,–

 

Im Preis enthalten: Floßfahrt mit Besatzung, Erinnerungskrug, Brotzeitbuffet, Getränke auf dem Floß, Mittagessen Ostersuppe, Kaffee und Amerikaner, Vorträge und Musik.

 

Anmeldung erforderlich!

Überweisung der Teilnahmegebühr unter Kennwort „Floßfahrt“ bis spätestens 1. Mai 2018 auf das unten genannte Vereinskonto.

11. März 2018, 11:15 Uhr: Eröffnung der Foto-Ausstellung „Flößerei heute – Harte Arbeit für eine Spaßgesellschaft“. Ein Projekt des Foto-Clubs Fürstenried-Neuried e.V. mit Unterstützung des Flößer-Kulturvereins. Dauer der Ausstellung bis 22. April 2018

 

Der archaische Anblick eines Floßes auf Isar oder Loisach hat von jeher viele Künstler inspiriert. Waren es früher Skizzen, Stiche und Gemälde die in malerischer Landschaft ein Floß zeigten, boten sich mit Beginn der Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts neue Perspektiven. Fotokarten mit Floßmotiv erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden auf dem Postweg in alle Welt verschickt. Auch die Münchner Floßländen an der Ludwigsbrücke, am Westermühlbach und in Thalkirchen boten aufregende Motive, wovon die Fotosammlungen des Stadtmuseums und Stadtarchivs Zeugnis geben.

Bis in die frühen 1950er Jahre brachten die Flößer noch Holz nach München, doch waren sie bereits im Jahr 1910 mit 51 Passagierflößen unterwegs.

Verblieben ist bis heute die Passagierflößerei. Auch sie kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Schon im Jahr 1623 erließ Kurfürst Maximilian I. eine Verordnung für Ordinariflöße, die fahrplanmäßig Personen von München nach Wien beförderten.

In alter Technik erfolgt der Floßzusammenbau auch heutzutage. Die am Ruder stehenden Flößer tragen hohe Verantwortung, damit die muntere Floßgesellschaft auf der unberechenbaren 25 km langen Flussstrecke sicher in der Zentrallände in München ankommt.

Der Fotoclub Fürstenried-Neuried e.V. hat den Arbeitsablauf fotografiert und die Flößer auf ihrem Weg mit über 1.000 Bildern dokumentiert. Die ausgesuchten 30 schönsten Aufnahmen werden in der Ausstellung gezeigt.

Am 24. März bewertet eine neutrale Fach-Jury die Fotos und prämiert die drei besten.

Die Mitglieder der Jury: Edith von Welser-Ude, Fotografin, Renate Heimler, 2. Vorsitzende DV DIALOG – Audiovisuelle Kommunikation e.V., Stephan Paul Stuemer, Herausgeber ISARSICHT, Janek Stroisch, freier Fotojournalist.

 

Rahmenprogramm:

 

08. Februar 2018, 18:00 Uhr, Bayerisches Nationalmuseum: Führung: „Alles was hölzern ist“ mit Kurator Dr. Sybe Warterna

Stadtmodelle München aus dem Bayerischen Nationalmuseum und Münchner Stadtmuseum, Foto: Franz Schiermeier Verlag, München

Ein Holzhandwerker schuf um 1570 die Modelle der fünf altbayerischen Herzogstädte Straubing, München, Landshut, Ingolstadt und Burghausen. Herzog Albrecht V. zeigte sie in seiner Kunstkammer besonderen Gästen und konnte an den präzisen Abbildern seiner Städte deren Struktur erklären.

Heute gehören die Modelle zu den Kernbeständen des Bayerischen Nationalmuseums, wo Kurator Dr. Sybe Wartena die mittelalterliche Entwicklung Münchens entlang der Handelswege bei einer Führung für den Flößer-Kulturverein erläutert.
Die Infrastruktur der Flößerei und die Versorgung Münchens mit Holz sind am zweiten Modell im Nationalmuseum nachvollziehbar, dem zwischen 1849 und 1863 entstandenen, der boomenden Hauptstadt des jungen Königreichs.
Der direkte Vergleich beider Modelle macht die Erkundung der Stadt München in zwei wichtigen historischen Epochen zu einem aufschlussreichen und kurzweiligen Erlebnis.

Um Anmeldung unter info@floesser-kulturverein.de wird gebeten.
Die Teilnahmegebühr (Eintritt inkl. Referentenhonorar). beträgt für Mitglieder Euro 15,– und für Gäste Euro 18,–
Wir bitten um Überweisung auf das unten genannte Vereinskonto bis 5. Februar 2018.

Führungstermin: 8. Februar 2018 / 18 Uhr
Treffpunkt: Bayerisches Nationalmuseum, Prinzregentenstr. 3, in der Kassenhalle Dauer der Führung: 1 1⁄2 Stunden

Anschließend Ausklang der Abendführung im dortigen Café und Restaurant MUSEUM. – Plätze sind reserviert..