Umfrage

Einführung

Ein altes Klischee in Literatur und Medien hinterfragte Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler in seinem Vortrag „Typisch Oberbayern!“ für den Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. im Februar 2014 im Asam-Schlössl.

Nachdem jedoch das Klischee eines Flößers ausgespart blieb, fiel mir die Feldforschungsarbeit des Schriftstellers Joseph Friedrich Lentner ein, der in seiner ethnografischen Bestandsaufnahme des Landes Bayern für König Maximilian II. auch die Charaktere der Flößer an den Flussgebieten von Isar und Loisach beschrieben hat.
Es entstand die Idee einer Publikumsbefragung durch den Flößer-Kulturverein, wie heutzutage über den Flößer im Allgemeinen gedacht wird bzw. ob der Beruf überhaupt noch bekannt ist. Bei allen Veranstaltungen des Vereins könnte zukünftig ein Befragungsbogen ausliegen.

Das vom Flößer-Kulturverein ausgewertete Ergebnis sollte anschließend als Arbeitsunterlage dem Bezirksheimatpfleger zur Verfügung gestellt werden. In einem Gespräch mit Dr. Göttler befürwortete er die Idee und konnte sich das Meinungsbild sogar in Verbindung mit einer Flößerei-Ausstellung vorstellen. Zunächst wurde der Ausstellungstermin auf Herbst 2015 in den Räumen des Maierhofs, im Kloster Benediktbeuern, vereinbart. Doch mit Bekanntgabe der gleichzeitig in Lenggries stattfindenden Sonderausstellung „150 Jahre Holzhacker- und Flößerverein“ erschien es sinnvoll, die Ausstellung des Flößer-Kulturvereins erst im Herbst 2016 durchzuführen.

Die Ausstellung „Vom Wasser auf die Straße. Flößerei in der Umbruchszeit“ findet vom 9. Oktober bis 4. November 2016 statt. Als Kuratorin zeichnet Dr. Christine Rädlinger, Historikerin und stellvertretende Vorsitzende des Flößer-Kulturvereins. Für wissenschaftliche Mitarbeit steht Lisa Walleit bereit, Historikerin und Schriftführerin des Vereins. Bezirksrätin Helga Hügenell, auch stellvertretende Vorsitzende des Vereins, hat sich für die Übernahme der organisatorischen Aufgaben bereit erklärt. Auf ihre Initiative hin hielt 2014 Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler den Vortrag „Typisch Oberbayern!“.

Das durch die Befragung entstandene Meinungsbild zum Flößer kann einen Beitrag zur Ausstellung und zur Gründungsarbeit eines Flößermuseum geben.

An der Umsetzung der Idee, der Durchführung der Befragung und Auswertung der Bögen waren die Mitglieder Barbara und Martin Fochler, Cornelia Meyer, Dr. Elke Lauterbach-Phillip und Helga Lauterbach beteiligt. Die Vorgehensweise der Ausarbeitung findet sich schriftlich im weiteren Text.

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