Zweitausend Jahre Handelswege über die Alpen und durch Oberbayern – sie waren die wirtschaftlichen Lebensadern des Landes, sie brachten Steuern und Abgaben, trugen Heere und Kanonen, sie verteilten aber auch Kulturgüter und Glaubensvorstellungen. Selbst in Zeiten von Hungersnot und Pestgefahr starb das Leben auf ihnen nicht aus.
Auf der Via Claudia Augusta, über die Salzstraßen des Mittelalters bis hin zu den Wasser- und Fahrstraßen der Neuzeit reicht die Palette der Ausstellung „Handelswege durchs Bayerische Oberland“.
Bozener Tuchmarkt um 1920. Foto: Buidleck.
Als die Venetianer Kaufleute ihren früheren Hauptstapelplatz für Waren in den Jahren 1487 bis 1679 von Bozen nach Mittenwald verlegten, begann dort eine goldene Zeit, auch für die Flößerei auf der Isar nach München.
Claus Eder, in vierter Generation Spross einer Lenggrieser Fotografen- und Sammlerdynastie hat es unternommen, den alten Handelswegen nachzuspüren und ihr buntes Leben auf 70 Collagen zusammenzufassen.
Die Ausstellung im Kreuzgang des Klosters wurde durch die Fachbetreuung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern ermöglicht.
Zur Kuratorenführung mit Claus Eder am 24. Februar 2019 wird um Anmeldung gebeten unter info@floesser-kulturverein.de
Treffpunkt: 14:30 Uhr (vor Kloster-Café im Kreuzgang)
Teilnahmegebühr: Euro 5,– für Mitglieder des Flößer-Kulturvereins
Euro 8,– für Nichtmitglieder und Gäste
Liebe Mitglieder ,
Vorstandschaft des Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V., Foto: Gabi Kilian.
„Alle Jahre wieder “ – laden wir Sie herzlich zu einem stimmungsvollen Abend im Advent ins Asam-Schlössl ein. Dort, wo sich der Flößer-Kulturverein 2013 gründete, wollen wir das Jubiläumsjahr gemeinsam ausklingen lassen.
Den musikalischen Rahmen bildet Eduard Strobl auf der Zither mit altbayerischen und weihnachtlichen Weisen.
Anmeldungen bitte per E-Mail an klaus.grobholz@gmail.com oder telefonisch 089/51302104 an unseren Schriftführer Klaus Grobholz.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Vorstands-Team
Im Stadtteil Thalkirchen befindet sich seit 1899 Münchens einzige Floßlände. Auch während der Kriegsjahre 1914 bis 1918 war sie in Betrieb. Zwar ging die Zahl der Floßtransporte für Sägewerke im Münchner Raum stark zurück, doch unter den Ankäufern von Floßholz gab es auch auswärtige Holzfirmen. Am Bahn-Umschlagplatz der Lände wurden die Stämme vom Wasser auf die Güterwaggons verfrachtet.
17 Floßmeister und 180 Floßknechte gab es um 1914 noch auf Isar und Loisach.
Um ihr Heimatland zu verteidigen traten zahlreiche junge Flößer den Wehrdienst an. Sie hinterließen in den Floßbetrieben eine große Lücke. Bot sich mutigen Frauen damit die Möglichkeit in den harten Männerberuf eines Flößers einzusteigen?
Was änderte sich im Flößereiwesen während des Ersten Weltkriegs und die Jahre danach?
Eine Arbeitsgruppe des Flößer-Kulturvereins hat unter Federführung von Helga Lauterbach recherchiert und stellt die Resultate vor.
Veranstaltungsort: Gasthof Hinterbrühl, München, Hinterbrühl 2
Datum und Uhrzeit: 14. November 2018, um 18 Uhr
Eintritt Euro 5,–
Anmeldung erbeten unter info@floesser-kulturverein.de
Tagesordnung
zur 6. ordentlichen Mitgliederversammlung
des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V.
am Montag, 15. Oktober 2018, 18:00 Uhr
in der Gaststätte Augustiner am Dom, Frauenplatz 8, 80331 München
1. Begrüßung und Eröffnung der Mitgliederversammlung
2. Wahl des Versammlungsleiters
3. Jahresbericht des Vorstands
4. Kassenbericht
5. Bericht der Kassenprüfer
6. Entlastung des Vorstands
7. Verschiedenes (u. a. Erhöhung des Mitgliedsbeitrags)
Helga Lauterbach
Vorsitzende des Vorstands
Michael Angermeier Dr. Klaus Wagner
Stellv. Vorsitzender Stellv. Vorsitzender
Der Flößer-Kulturverein ist am Eröffnungstag durch Vorstandsmitglieder am allgemeinen Infostand vertreten. Wir würden uns freuen, Sie dort als Mitglied begrüßen zu dürfen. – Ihre Anreise müssten Sie bitte selbst organisieren.
Das Museum Holzerhütte entstand im Rahmen des interregionalen Projekts Österreich-Bayern unter der Bezeichnung „Wege des Holzes“. Auch der Flößer-Kulturverein ist eingebunden als mitarbeitende Institution.
Treffpunkt: 11:15 Uhr, Kloster Ettal, Innenhof, Information im Klosterladen
Teilnahmegebühr: EUR 18,– (Führung Ausstellung und Basilika); Gäste EUR 20,–
Anmeldung erforderlich.
Überweisung der Gebühr bitte bis spätestens 12. Juni auf unser Vereinskonto.
Kloster Ettal, Foto: Helga Lauterbach
Im Südflügel der Klosteranlage Ettal spürt das Haus der Bayerischen Geschichte dem Mythos Bayern nach. Die Hauptrolle übernimmt dabei die Landschaft, die im Laufe der Jahrhunderte von Menschenhand auf vielfache Weise kultiviert wurde und heute in ihrer Form magnetisch Touristen aus aller Welt anzieht.
In der facettenreichen Ausstellung ist auch der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. als Leihgeber mit der Kreidezeichnung „Bauholz auf der Isar bei Lenggries“ von Richard Pietzsch vertreten, da auch das Handwerk der Holzer und Flößer sowie die Holztrift das Bild prägten.
Die Vorliebe der Wittelsbacher Landesherren für Jagd, Tracht und Volkskultur ließ ein verbindendes Identitätsgefühl erwachsen, wobei König Ludwig II. und seinen fantastischen Märchenbauten in der Ausstellung eine besondere Rolle zufällt.
Frei von Monarchie und Ständen rief am Ende des Ersten Weltkriegs 1918 Kurt Eisner den Freistaat Bayern aus. Die im bayerischen Wappen von zwei goldenen Löwen gehaltene Volkskrone löste als Zeichen der Volkssouveränität die Königskrone ab.
Der Flößer-Kulturverein wird von Julia Lippl als eine der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Landesausstellung begrüßt. Die anschließende Führung dauert 75 Minuten.
Um 13 Uhr haben wir für die Mittagspause einige Plätze im Café Edelweiß, Ettal, Kaiser-Ludwig-Platz 3, reserviert.
Um 15 Uhr beginnt die Kirchenführung in der weltberühmten Ettaler Basilika. Dauer 45 Minuten.
Anreise: Selbst mit Pkw oder Bahn.
Die Bahnfahrer treffen sich um 9 Uhr im Flügelbahnhof (Starnberger Bahnhof), Gleis 11
Vorstandsmitglied Gabi Kilian kauft vor Ort die Bayerntickets.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Ihr Vorstands-Team
Im Auftrag des Bayerischen Fernsehens drehte die Historikerin und Fernsehjournalistin Dr. Sybille Krafft anlässlich des 600-jährigen Todestages des Heiligen Johannes von Nepomuk den bislang einzigen Beitrag über die Wasserprozession. Sie begleitete die feierliche Einholung der Statue des Heiligen von der Kapelle in Plattling, die Prozession zur Isar und die feierliche Fahrt auf der Plätte. Unter den eigens angereisten Ehrengästen war Bürgermeister Josef Mischeck aus dem tschechischen Ort Nepomuk. Die Schirmherrschaft lag beim damaligen Kultusminister Dr. Hans Zehetmair. Mit einem spektakulären Feuerwerk, umrahmt von Wassermusik, endete das nächtliche Historienspiel, an dem nach Zeitungsberichten 8.000 Menschen teilnahmen.
Anlässlich des letzten Tages der Ausstellung „Nepomuk-Bräuche entlang Isar und Loisach“ des Flößer-Kulturvereins, – im Rahmen des Pfarrfestes von St. Maria Thalkirchen – ist die Vorführung des Filmbeitrags über die Wasserprozession in Plattling in Anwesenheit von Dr. Sybille Krafft eine besondere Freude. Wir laden Sie sehr herzlich ein! Der Eintritt ist frei.
Film-Vorführung am Sonntag, 10. Juni 2018
13:30 Uhr und 14:30 Uhr
im Pfarrheim St. Maria Thalkirchen, München, Kirchweg 1
Für die vielen Zuschauer ist es ein Spektakel, das im Rhythmus von drei Jahren wiederholt wird und in dieser Art einzigartig ist.
Die Tradition des Lichterfestes aber ist begründet in einem ernsten, religiösen Anliegen der Flößer. Schwer und gefährlich war das Floßhandwerk, den Unbilden des Wetters und der Gewalt des Wassers von Isar und Loisach ausgesetzt. Ein Heiliger sollte ihnen zur Seite stehen und sie vor Unfällen und Nöten schützen – der heilige Johannes von Nepomuk.
Der Film von Sigi Menzel verknüpft die Floßprozession auf der Loisach, die an der alten Floßlände in Wolfratshausen ihren Höhepunkt hat, mit der Entwicklung der Flößerei und der Geschichte des Johannes von Nepomuk.
Im Folgeprogramm:
Holzarbeit und Trift in den oberbayerischen Bergen
Filmische Impressionen mit musikalischer Untermalung
Halleranger – das grüne Juwel im Karwendel
Ein Film von Sigi Menzel
Der Film beinhaltet historisches über den Karwendel-Erschließer Hermann von Barth, zeigt den Isar-Ursprung am Halleranger, nimmt mit auf Wanderungen, zeigt Kletterei im Karwendel, zeichnet kleine Porträts von Menschen der Region.
Ort: Pfarrheim St. Maria Thalkirchen, Fraunbergsaal, Kirchweg 1, München
Eintritt frei!